Und dann verschwand die Kulisse des Boudoirs des Herrn plötzlich und ich befand mich gefesselt auf einem dunklen Planeten stehend und vor mir im Himmel eröffnete sich eine Lichtwolke, die aussah wie geöffnete Lippen und auf dem unteren Teil der Lippe sass ein kniender Jüngling, ganz nackt mit erigiertem Penis! Ich hatte nicht lange Zeit, mich darüber zu wundern, denn nun ertönte eine engelhafte Stimme und sagte: „Ja, Ali, ich habe Erbarmen gehabt mit dir, der du mit weit gespreizten Schenkel vor diesem Arbaber kauertest und habe dich heraufgeholt zu meinem Planeten, jetzt darfst du statt diesem hässlichen Araber mir den Pimmel schlecken!" Komische Aufforderung von jemandem, der mir unbekannt war, doch ohne mich darüber Gedanken zu machen berührten jetzt meine Lippen seinGlied und ich schleckte daran und jetzt gefiel es mir bedeutend besser als vorhin im Hof vor dem Brunnen und dem Hund, der mich knurrend angeschaut hatte.Der Jehan sagte: „Ja auf dem Planeten auf dem ich meine Anwesen errichtet habe, jetzt, im 32. Jahrhundert, einem Planeten, der nicht einmal einen Namen hat, wie deine Erde die auch mal, bevor sie vom Homo Sapiens bewohnt worden war, und die mehr als ein halbes jahrhundert nach deiner Zeit, meine Heimat gewesen ist. Schön war diese Heimat, bewachsen von Pflanzen, bewohnt von Tieren und ich habe eine schöne Kindheit erlebt am Zürichsee in der Schweiz des 21. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit haben gewisse Leute begonnen, mit kruden Weltraumschiffen ins Weltall zu reisen, nicht weit zuerst, zum Mond vorerst, dann zu Planeten wie dem Mars oder der Venus, weil angenommen wurde, dass sich dort riesige Lager von Edelmetallen wie Lithium befanden, das man für die elektisch angetriebenen Transportmittel brauchte und die Vorräte dieser auf der Erde zur Neige gingen. Dann sind von diesesn Himmelskörper weitere Raumschiffe ausgeschickt worden, auf die entfernteren Planeten unserer Galaxis wie Jupiter, Neptun, Pluto, die sich allesamt als unwohnlich erwiesen. Und dann hat man begonnen in der äussersten Sphäre unserer Galaxis Raumstationen zu bauen und von da aus hat man weitere riesige Raumschiffe, die man auf diesen Raumstationen zusammenbaute, in‘s Weltall hinausgeschickt, mit Passagieren die nun aber bewohnbare Gebiete auf anderen Planeten in anderen Galaxien suchten, um dort neue Kolonien zu gründen, wie das wir Menschen ja seit Menschengedenken, historisch bewiesen seit den Phönizier und Griechen, wahrscheinlich aber seitdem sich die ersten Homo Sapiens im westafrikanischen Seengebiet aus den Vorgängern der Affen und Menschen entwickelt haben getan haben. Zu jener Zeit dauerten diese Reisen nicht nur Monate, Jahre und Jahrzehnte wie die Reise auf unsere nächsten Planeten gedauert hatten, aber Jahrzehnte und Jahrhunderte und es war nur dank dem, dass die Technik des Einfrierens und anschliessenden Auftauen des Menschen in Stickstoff sich so weit entwickelt hatte, dass man solche Zeitspannen überleben konnte im tiefgefrorenen Zustand und daraufhin im gleichen Alter in dem man die Erde verlassen hatte am Zielort ankam. Die Raumschiffe dannzumal waren noch relativ langsam, konnten nur die Lichtgeschwindigkeit erreichen und deshalb brauchte es lange, bis man Strecken von einige Tausend, Zehntausend, Hunderttausend und sogar Millionen Lichtjahre überwunden hatte. Die Technik der des schnelleren Reisens durch Ausnützung von Raumtunnels ist erst viel später entdeckt worden. Jedes Raumschiff wurde von Computer gesteuert denen man den Zielplaneten als Navigationsziel eingegeben hatte, wobei man sich orientierte an Weltallkarten die man anhand von starken Ferngläser aufgestellt hatte. Ob der Planet für den Menschen wirklich bewohnbar war, konnte man auch wenn man anhand von Spezialferngläsern, die das Farbspektrum feststellen und damit einigermassen sichere Wärme- und Atmosphärenwerte für die einzelnen in Betracht kommenden Planeten zusammengestellt hatte, nicht genau feststellen! Jede Reise war eine va-bank Reise, dazwischen lagen schwarze Löcher, die man nicht genau hatte lokalisieren können, eventuell war der Zielplanet eine Sonne und deshalb für Menschen unbewohnbar. Jeder dieser Auswanderer war, wie es bereits in deinen Lebensjahren ja ist, eine Lotterie. Die Forschung hatte herausgefunden, mit welchen Mitteln auch ein unbewohnbarer Planet bewohnbar gemacht werden konnte, indem man in einer vorerst aufgebauten Hülle aus Ozongas Sauerstoff produzierte und die entsprechenden Produktionsmaschine wurden den Auswandererer mitgegeben. Doch auch so sind viele der ausgesandten Raumschiffe nie auf dem Zielplaneten angekommen. Denn die eingefrierten Siedler wurden erst kurz vor dem Landen wieder aufgetaut und sind ja wie gesagt in fast 90% der Fälle irgendwie im Weltall verschollen, entweder verbrannt auf einer Sonne die im Wege stand oder verschwunden in einem schwarzen Loch! Doch die paar Siedler die angekommen sind und es fertiggebracht haben auf ihrem Zielplanet zu überleben, haben dort in bemerkenswert kurzer Zeit neue Kulturen aufgebaut und haben versucht mit der Erde, deren Kontakt sie verloren hatten, wieder Kontakt aufzunehmen.Schliesslich haben sie uns, die weiterhin auf der Erde geblieben waren, gerettet, als auf der Erde der Armageddon ausgebrochen ist, genau so, wie er in der Apokalypse des Johannes und den biblischen Schriften beschrieben wird, ein Atomkrieg den die verschiedenen Fundamentalisten der verschiedenen

monotheistischen und der hinduistischen Religionen gegeneinander geführt haben.
Ausgebrochen ist der Krieg weil ein religiöser Fanatiker plötzlich irgendwo einen siebenarmigen Leuchter ausgegraben hat, wie er es so schön sagte im mesopotamischen Schlamm der aus der Zeit der biblisch überlieferten Sintflut stammen soll und herausfand, dass darauf stand, dieser siebenarmige Leuchter habe Jacobus, dem Bruder Jesu und Begründer der Nazaroaner gehört. Kaum hat der Idiot, der diesen Leuchter gefunden hatte, diesen angefasst, sei ihm der Erzengel Michael persönlich erschienen behauptete er und habe ihm aufgetragen, er solle Missionar werden für den Glauben der Nazaorener, die die mosaischen Gesetze befolgten, beschnitten waren und glaubten, die Mutter von Christus sei der heilige Geist gewesen, der deshalb weiblich sei. Diese Religion hat die veganisch lebenden Erbewohner besonders angesprochen, hat sich in Windeseile auf der Erde ausgebreitet und ist bei denjenigen, die sich nicht bekehren liessen auf besonders heftige Ablehnung gestossen. Die agressive Missionstätikeit der Neo Nazaorener, wie sie sich nannten, hat die Fundamentalisten anderer monothistischen Religionen dazu aufgestachelt, sich nicht nur für den Weiterbestand ihrer Religion zu wehren sondern weitergehend diese ihre Religion den anderen aufzuzwingen und es istein neuer Religionskrieg ausgebrochen und da Fundamentalisten ja wenn sie ihre Religionsauffassung anderen aufzwingen wollen, nicht davor zurückschrecken, alle möglichen, ja auch die seit dem zwanzigsten Jahrhundert verpönten radioaktiven Waffen einzusetzen, wurde die Erde bereits Ende des 21. Jahrhunderts radioaktiv komplett verseucht und unbewohnbar. Gottseidank wurden ich und meine Eltern im letzten Moment bevor die Erde unwiderruflich atomar verseucht worden war von den Raumschiffen der Siedlerplaneten gerettet. Die übrigen Bewohner der Galaxis haben uns gesucht, weil meine Eltern sehr prominente Forscher der Genetik waren und anhand von Knochen, die sie ausgruben, eine riesige Datensammlung von DNA Daten zusammengesetzt hatten. Ich war noch sehr jung damals und mich hat der Untergang der Erde nicht so sehr getroffen wie meine Eltern. Wir haben uns niedergelassen auf einem Planeten, den man natürlich auch für uns Menschen wohnbar machen musste und worauf meine Eltern ihren Wohnsitz gebaut haben. Wahrscheinlich hätten es meine Eltern gerne gesehen wenn ich wie sie Biologie studiert hätte um ihr Werk fortzusetzen. Doch hat mich die Geschichte die zum Untergang der Kulturen auf der Erde geführt haben, mehr interessiert. An der prominentesten Universität der Galaxis wo ich studierte, auf dem heutigen Planeten A2 wo sich auch die galaktische Regierung befindet, waren die Lehrstühle besetzt von den besten Historikern der untergegangenen Erde, die sie natürlich auch gerne gerettet hätten, zusammen mit den besten Forschern auf anderen Gebieten, aber niemand von den Nachkommen der ehemaligen Siedler interessierte sich für die Geschichte der untergegangenen Zivilisiationen unserer Geburtswelt und ich bin heutzutage wahrscheinlich der einzige in der ganzen Galaxis, der Bescheid weiss über die Vergangenheit der Menschheit. Die ehemalige Erde,auf der man sich heute im 32. Jahrhundert überhaupt nicht mehr für länger als einige Stunden aufhalten kann und nur mit Raumanzügen, wurde zum Museum der Menschheit deklariert und ich als ihr Kurator habe auch als einziger Zutritt zur radioaktiv verseuchten Erde. Später bin ich dann auf den Planet gezogen auf dem wir jetzt sind, mein Planet sage ich mal, weil ich der einzige Mensch bin, der hier lebt, ja, das einzige Säugetier denn sonst gibt‘s hier nichts das auf Kohlestoffe basiert, nur Insekten können hier leben und eigentlich ist‘s hier wüst und leer, wie die Erde gemäss dem Buch Genesis am Anfang gewesen sein soll. Wahrscheinlich habe ich ihn intuitiv als Wohnstätte gewählt um dies immer in Erinnerung zu behalten. Die Planeten haben keine Namen, die ehemalige Erde erhielt die Bezeichnung A1, der Planet auf dem sich die Regierung der Galaktischen Union befindet den Namen A2 und dieser Planet hier hat den Namen G741! All dies erzählt er mir, während wir auf der leuchtenden Lippe kniend in einer Sauerstoffblase durch's Welttal fliegen! Dann sind wir angekommen und knien nebeneinander auf dem Boden! "Hinter mir auf den Hügeln siehst du eine rotes Glimmern,“ sagt er dann, und er kann es nicht lassen, mit Daumen und Zeigefinger seiner linken Hand meine Brustwarze zusammenzudrücken bis ich aufschreie und fährt fort: „Es ist nicht der Sonnenaufgang oder Untergang, auf dieser Seite des Planeten G741 gibt‘s kein Sonnenlicht und atmen kann man nur, weil eine künstliche Atmosphäre geschaffen wurde die von einer Ozonhaube überdeckt wird. Dort, wo du das Glimmen siehst, ist ein riesiger Vulkan und ich habe mein Schloss dort hinauf gebaut und dann wir auf diesen Planeten gelandet sind mit Hilfe des Lippemondes, werden wir uns nun dorthin transponderen. Ich hoffe, dass du bei mir bleiben wirst, in meinem komfortablen Schloss auf dem Vulkan des Planeten G741, auf jeden Fall wird dich das, was ich dir dort über unsere Zukunft noch berichten werde, da bin ich mir ganz sicher, interessieren, und ich werde dir, den ich mir als meinen Liebsten auserwählt haben, viele interessante Dinge zeigen. Und im nächsten Moment knieten wir nebeneinander auf der Terrasse Jehan's nebeneinander, um uns herum donnerten Lavagesteine, hinter und unter uns brannte die erhitzte rotglühende Lavamasse des Vulkans! Jehan war ein sehr erregbarer Jüngling und wie er mich gesehen hatte, war seine Fantasie, die eher nicht so keusch war, wie ich es erhofft hatte, angestachelt worden und er hat mich ziemlich drangenommen ohne mich zu fragen, ob ich überhaupt daran interessiert sei. Wie mir scheint, einem Bewohner der Erde des sechszehnten Jahrhunderts, war dieser Jehan mehr ein Flaschengeist als ein Mensch, ihm fehlte jegliche Scham, meine ich. Aber ich will ihn nicht schlecht machen, er war wirklich lieb zu mir, wenngleich auch ein bisschen zu offen und seinen schönen Reden horchte ich zu, verstand aber fast nichts von dem, das er mir sagte. Ich zitterte und zagte auch ein bisschen, wenn ich mir vorstellte, dass wir nackt und in so lüsternen Umarmungen von seinen Eltern überrascht werden könnten auf der Terrasse auf der wir uns schliesslich befanden denn in meinen Augen war Jehan kaum älter als ich und immer noch im pubertären Alter, ich hätte es mir nie vorgestellt, dass er bereits einige hundert Jahre alt war und dass seine Eltern kurz nachdem sie im letzten Moment von der Erde geretttet worden waren. Deshalb war meine Angst vergeblich gewesen, als wir uns plötzlich auf einer von Lavabrocken umwirbelten Terasse befanden, ich kniend und er als eine Jünglingsstatue in Bronze, Anschliessend aber verwandelt sich der Jehan wieder in einen wunderhübschen Jüngling aus Fleisch und Blut, umarmt mich und legt mich auf den Boden und kann dann, wie er sich ausdrückt, sich nicht zurückhalten, muss in mich eindringen und hören wie ich mit meiner herrlichen Knabensopranstimme dazu seufze! Das ist für mich etwas Neues. Bis anhin hat mir noch niemand gesagt, dass dies, was wir tun, und was gemeinhin als Sünde aufgefasst wird, schön sei. Der alte Sultan in Tanger hat mich nur benutzt, geseufzt und anschliessend verlassen, wo möglich dann noch gepeitscht, weil ihm irgendetwas an meinem Herhalten nicht gefiel. Doch wie wir daraufhin nebeneinander sitzen auf dem Sockel des liegenden Bébés die Jehan scheint‘s in einem Palast einer russischen Zarin auf der Erde gefunden hat, frage ich ihn wie er es denn mache, denn es interessiert mich doch so sehr dass ich meine augenblickliche schlimme Lage daraufhin eigentlich vergesse, wie er es fertigbringe, gleichzeitig in mehreren Gestalten aufzutreten und die Leute heimuzusuchen! Vielleicht ist‘s eine allzu gewagte Frage gestellt an so etwas wie einen Geist oder Gott! Doch verlieren kann ich ja eh nicht‘s mehr, die höchste Strafe wäre wenn ich ohne eine Antwort auf meine Frage einfach wieder im Hof des Sultanpalastes aufwachen würde! Doch er ist überhaupt nicht überrascht, wie ich dies frage und was er mir vorhin sagte einfach ingnoriere (ich verstehe sowieson nur das Halbe von seinen Ausführungen über Atomkrieg, Raumschiffe etc.) er kauert sich neben mir der ich knie, schmiegt sich an mich und antwortet: „Wunderbar bist du, mein liebster Ali, oder sollte ich dich Giovanni nennen! Mir diese Frage zu stellen, die mir vor dir noch nie einer meiner Besucher gestellt hätte, weder Luc, weder dieser intrigante Autor Alexandre Berner und auch du nicht, als du mich, als Giovanni natürlich, aufgesucht hast auf dieser für euch gewöhnliche Menschen wohl ziemlich unwirtliche Terrasse! Ich will sie dir gerne beantworten und bin sicher, dass dieser Alexandre Berner, der gerade daran ist über uns zu schreiben, sehr intensiv hinhorchen wird.“ Dann zieht er die Harfe hervor, greift mit einer Hand an die Saite und beginnt mir zu erklären, dass er alle seine Abenteuer nur dank dieser Harfe, einer sogenannten äolischen Zeitharfe, die er erfunden haben soll, vollbringen kann. Nur eben, ich glaub‘s ihm nicht. Ich fasse mit meiner Hand an den Rahmen dieser äolischen Zeitharfe, die Saite wage ich mich doch nicht zu berühren, falle ihm ins Wort und sage: „Du wirst mir doch nicht sagen, dass du mit so einem archäischen Musikinstrument solche futuristische Reisen vollbringst. Diese Harfe ist ein krudes Stück mit nur einer Saite versehen und wurde schon vor meiner Zeit einige Male bedeutet verbessert und heute wird so ein primitives Musikinstrument quasi nirgends verwenden, meinetwegen findet man es in irgend einem Museum aber gebraucht wird‘s auch von unseren Musiker kaum mehr.“ Er schaut mich beleidigt an: „Der Rahmen dieser Harfe mag ja wohl aus dem Mittelalter stammen, aber die Saite, die ist etwas besonderes, ich habe ein einzelnes Haar des Ringelschwänzchen der Sau mit einer besonderen Instrument verlängert und diese auf diesem Rahmen befestigt!“ „Na und,“ erwidere ich, du wirst ja wohl nicht behaupten, dass du dank dieser meinetwegen einzigartigen Saite dich in der Zeit vorwärts und rückwärts bewegen kannst und dich dabei noch als einzelnes Individuum gleichzeit auf verschiedenen Zeitebenen und in verschiedenen Lokalitäten befinden kannst! Ich bin zwar ein gewöhnlicher Mensch aus dem 16. und 17. Jahrhundert und weiss noch nichts von deinen Galaxien und verschiedenen Aesten von Galaxien, doch vielleicht bin ich nicht so dumm wie du es meinst. Du sagst mir, du bräuchtest bloss diese Saite an einer gewissen Stelle mit einer gewissen Stärke in Schwankung und Vibration zu versetzen und schon seiest du in einer anderen Zeitebene und in verschiedenen Lokalitäten gleichzeitig. Das ist ja gar nicht möglich, du bist ein Lügner, denn sich zeitlich vorwärts und rückwärts bewegen ist ein anderes Akt als sich als gleicher Körper in verschiedenen Lokalitäten zu befinden!“ Er schaut mich an, entgeistert meinetwegen doch ganz sicher erzürnt weil ich ihn ohne Umschweife als Lügner bezeichne, was er in meinen Augen auch ist. Er will zuschlagen, etwas, was ich von einer anderen Inkarnation, in der ich mich soeben befand bestens kenne und wohl auch manchmal sogar gouttierte. Ich freue mich schon darauf, von ihm eine Ohrfeige zu erhalten und anschliessend wieder von ihm geküsst zu werden. Doch er fasst sich und lacht: „Du bist aber gescheit“, sagt er, „an das habe ich überhaupt nicht gedacht, als ich dir diesen Bären aufbrummen wollte. Natürlich, das sind zwei verschiedene Tätigkeiten, das Zeitwandern und die Möglichkeit sich gleichzeitig in verschiedenen Lokalitäten zu befinden. Du hast völlig recht.“ Auf den erotischen Kuss muss ich verzichten, denn jetzt beginnt er mir des Langen und Breiten zu erzählen, was alles ablief, bevor er dieses gleichzeitige Erscheinen in verschieden Zeiten und verschiedenen Lokalitäten zu der Vollendung erarbeite hat, die er jetzt erreicht hat. „Zuerst war diese Harfe“, sagt er mir,“ diesem wie du sagst primitiven Harfenrahmen und der einzigen Saite aus einem Haar entnommen aus dem Zwirbelschwanz der Sau, daran ist nicht zu rütteln. Ich hatte das Gestell dieser Harfe in einem Museum eines mittelalterlichen Schlosses auf der radioaktiv verseuchten Erde gefunden, hatte es als Objekt meiner Privatsammlung von Gegenstände der Erde hier hinauf in meine Villa gebracht, ohne dies der galaktischen Behörde zu deklarieren, wohlverstanden. Ich bin ja selbst der Vorsitzende dieser galaktischen Behörde und hätte mir deshalb selbst die Bewilligung ausstellen lassen können! Auch wenn dies komisch sein sollte, dass man einfach historische Gegenstände herausschmuggeln kann, ist dies doch unzählige Male passiert bereits auf der Erde, dass Gegenstände eines Landes in Museen eines anderen Landes gelandet sind weil sie von den Archäologen selbst herausgeschmuggelt wurden. Ich bin meines Wissens in der galaktischen Union des 32. Jahrhunderts der einzige, der sich je für die Geschichte unseres Ursprungsplaneten, der Erde, interessiert hat.“ Er erzählt mir dies alles im Ton eines zu unrecht Beleidigten und ich habe ja überhaupt nicht daran gedacht, woher dieser Gegenstand stammt, geschweige denn, ob er mit behördlicher Zustimmung oder eben ohne diese Zustimmung auf die Terasse seiner Villa gelangt ist. Dieser Aspekt dieser Geschichte interessiert mich ja auch gar nicht, ich bin kein Einwohner seiner Galaxis und sitze schon gar nicht in seiner Behörde! Doch jetzt bin ich unsicher geworden, denn ich sitze mit diesem Magier auf einer Terrasse in einem mir total unbekannten Umgebung die auch unwirtlich ist. Ich möchte nicht, da dies nicht nur ein Magier, womöglich Gott ist und da er offensichtlich ziemlich rasch aufbrausen kann, dass er jetzt seine magischen Kräfte dazu benützen wird, selbst zu verschwinden und mich in dieser unwirtlichen Gegend zurückzulassen! Ich beeile mich ihm zu erklären, dass ich ihn natürlich nicht beleidigen wolle! Nun schaut er mich entgeistert an und bricht nun in ein nervöses Lachen. „Na ja,“ sagt er nun, „ich frage mich wieso ich plötzlich darauf kam, mich bei dir, einem Sklaven aus einer finsteren Zeit der Erde, entschuldigen zu wollen und dir dabei Sachen zu offenbaren, die du offensichtlich mit dem Geiste deiner Zeit als ketzerisch beurteilen würdest, zu offenbaren! Wohl bin ich mir plötzlich bewusst, dass ich, der ich mich noch nie in jemanden verliebt habe während der Jahrhunderte die ich bereits hinter mir habe, bereits so zu offenbaren. Ich weiss ja gar nicht, ob du meine Liebe beantwortest,“ sagt er, nimmt aber offensichtlich an, dass ich seine mir geoffenbarte Liebe positiv beantworte, denn plötzlich fühle ich einen nassen Kuss auf meiner Backe und versuche impulsiv, mit meiner Hand über die Backe zu fahren um dieses Zeichen seiner Liebe auszuwischen. Er aber, der offensichtlich diese Handlung meinerseits schon bemerkt hat, bevor ich sie ausführte, packt meine Hand und macht, lacht wieder neervös auf und sagt: „Nein bitte mach das nicht. Es war ehrlich gemeint und du machst mir sehr weh, wenn du das nicht akzeptieren willst. Du willst mich doch nicht zum Selbstmord aus Liebe treiben, oder..“fügt er hinzu alsob ich ich nicht, wüsste, dass ein Magier oder Gott, wie er es ist, ganz sicher nicht sterben kann. Nun, ja, ich muss es hinnehmen, er behauptet mich zu lieben und einem Magier, merke ich, kann ein gewöhnlicher Sterblicher, wie ich es bin, nicht widerstehen. Denn plötzlich merke ich, dass sich auch in mir so etwas wie Liebe zu ihm entfaltet, obglich ich diese Liebe nicht akzeptieren kann, denn wenn ein gewöhnlicher Sterblicher einen Gott liebt, kann es nicht gut enden, das weiss ich impulsiv., man muss ja nur an diese vielen unglücklichen griechischen Mädchen denken, die in griechischen Mythen von Göttern, meist ohne es selbst zu wollen, geliebt wurden. Ob er nun ein Magier oder ein Gott ist, ist für mich irrelevant. Nun ja, ich lasse es einfach über mich ergehen, dieser Liebesausguss des Magiers Jehan, ich musste mir auch die Liebe des Emirs gefallen lassen und dieser ist ein blosser Mensch wie ich und so viel harmloser für mich! Und naja, hässlich und unsympatisch ist dieser Magier Jehan jedenfalls nicht, irgendwie fühle ich etwas für ihn und lasse es deshalb einfach zu, dass er mir seine Liebesbezeugungen offenbart, mich auf die Lippen küsst und mich überall streichelt, während er weiter fährt, offensichtlich fähig gleichzeitig zu Dozieren und zu lieben: „ Es ist einfach so, plötzlich fiel es mir ein, ich könne dieses Objekt, ein gewöhnlicher Rahmen eines Musikinstruments auf dem ich überhaupt nie gespielt habe, seinem ursprünglichen Verwendungszweck zuzuführen, denn der Rahmen, den ich seinerzeit mitnahm, hatte keine Saiten weil die wohl schon vorher zerfallen sind. Ich liess durch meine Cymeks aus den Haaren, die den Schwanz eines Schweines behaaren, eine Saite herstellen, liess sie auf dem Rahmen dieser Harfe befestigen und versuchte einfach, ob ich, indem ich an der Saite zupfte, einen Ton aus diesem Instrument locken könnte. Doch wie ich an der Saite zupfte, befand ich mich plötzlich unerwartet als ein nackter Mensch direkt inmitten eines Musikerensembles auf einem mit Menschen vollen Platzes in einer riesigen Stadt. Aus den Tempeln die um diesen Platz herum befanden schloss ich, dass ich mich wahrscheinlich im antiken Rom befand! Der mit einem Lorbeerkranz bekrönte Harfenspieler, dem ich offensichtlich mitten in seinem Lied erschien war, schaute mich verwundert an! Nackt kniete ich neben seiner Harfe und er schien richtig überrascht, denn er rief aus: „Da sei ja sein ihm ja geliebter Halbbruder Gajus Britannicus erschienen und er machte schon Anstalten, mitten in seiner Vorstellung meinen Körper zu betatschen! Das ist wohl dieser lüsterne Kaiser Nero, fiel mir ein, der ich in meiner Kindheit schon mit einer meinen Eltern auffallender Begierde ein Buch aus ihrer Bibliothek mit dem Titel: „Das Leben der Caesaren“ von Suetonius geschrieben, gelesen hatte! Von diesem zu dieser Zeit ziemlich beleibten Kaiser wollte ich mich nicht misshandeln lassen, besonders wie mir einfiel, dass dieser Kaiser, wie es dieser Sueton geschrieben hatte, seinen Halbbruder vergiftet hatte und anschliessend, wie er tot dalag, ihn noch indem er sich auf seinen Rücken legte, vergewaltigte! Ich griff an seine Harfe weil ich annahm, dass sich das wiederholen würde, was mir seinerzeit, als ich die Saite der Harfe auf meinem Planeten zupfte, wiederholen würde! Sofort befand ich mich, wieder nackt, in einer mittelalterlichen Burg neben dem Sänger der einem erlauchten Kreis von Rittern ein Liebeslied vorsang und wieder zupfte ich die Saite der dortigen Harfe, erschien aber diesmal nackt in einer Höhle. Ich suchte nach einer Harfe um von dort wieder zu entschwinden, fand aber keine. Ich überlegte, wie ich diesmal wieder zurück kommen könnte, erkundete meine Umgebung und realisierte, dass sich meine Zelle weit oben in einem Fels befand. Wie ich wieder zurückkehrte in die Höhle, bemerkte ich, dass sich dort ein riesiger Tiger heimisch gemacht hatte. Wie ich aber wieder hinausging, stürzte ein Mensch hinein, der ein Tigerfell umgehängt hatte und einen Pfeilbogen und Pfeile im Köcher trug. Der Tiger hat mir nichts getan, im Gegenteil, er schmiegte sich wie eine Katze an mich wie ich auf einem Stein sass. Der Mensch schaute mich fassungslos an und fragte mich, ob ich eine Fee sei. Ich, Jehan, sollte eine Fee sein, ein wunderhaftes unschuldiges Wesen? Wie ich bemerkte dass er mich verlangend anschaute, schaute ich an mir hinab und bemerkte, dass das charakteristische Organ, das ich immer besessen hatte und das einen Mann von einer Frau unterscheidet , nicht mehr hatte dafür wie ich über meinen Körper strich, merkte ich, dass ich recht schöne Brüste besass. Ich hatte mich auf dieser Reise durch die Zeit in eine Frau gewandelt! Auf jeden Fall näherte er sich mir und erzählte mir, er sei der Königssohn von Kambodja und habe sich bei der Jagd hierhin verlaufen. Ich sei sicher ein Gott, Vishnus Frau, Lakshmi wahrscheinlich, und wollte neben mir schlafen. Und dann ist‘s geschehen und ich, die Lakshmi, wurde vom Samen des jungen Jin, schwanger. Das habe ich allerdings nicht sofort gemerkt. Da ich annahm, dass ich unten im Tal ein Musikinstrument wie eine Harfe finden würde, die wurde ganz sicher überall auf der Welt gespielt, meinte ich, auch in diesem Kambodja, und wie er mich bat, doch zu ihm ins Tal zu kommen, er sei verliebt in mich, ich, der ich mich ihm als Jehan vorgestellt hatte, der mich aber Jehanne nannte! In meinem neuen weiblichen Körper schien die Entwicklung des Babies, das er in mir gezeugt hatte, aber schneller vor sich zu gehen, als es bei menschlichen Frauen geht. Wie er mich hinabgeführt hatte und er beharrte darauf, dass mich seine Begleiter, die ihn am nächsten Morgen gefunden hatten in der Höhle, auf einer Trage hinabtrugen, denn er erzählte ihnen, ich sei eine Heilige, wahrscheinlich sogar Lakshma, die wieder auf die Erde gekommen sei, die Tiger sässen zahm zu meinen Füssen, die Adler sässen auf meinen Schultern und man müsse für mich unten im Tal einen Tempel errichten! Wie wir unten ankamen wurde es ziemlich ungemütlich für mich, denn noch wie er mich über die Wiesen trug kam das kleine Baby, es war ein Knabe, zur Welt und ich, der ich eigentlich ja ein Mann war und solche Sachen nicht machen konnte, gebar mitten auf einem Feld! Für ihn war‘s klar, hier musste der Tempel gebaut werden und das Kind der Lakshma sollte gebührend empfangen werden auf der Erde, die Prister wurden herbeigerufen und der Schall von Harfen und Trompeten erklang, während ich das Kind in meinen Armen hielt. Ich aber wollte nichts wie weg von hier, ich wollte zurück und da würde ich gerne auch das Kind ihm zurücklassen, und wie der Harfenspieler ganz nahe bei mir war, langte ich hinüber, ergriff eine Saite die ich mit dem Nagel zupfte und fand mich Gott-sei-Dan wieder auf dieser Terrasse wieder! Nun wusste ich, mit Hilfe dieser Harfe konnte ich in der Zeit reisen und die Zeiten aufsuchen, die mich als Historiker immer besonders interessiert hatten. Doch das Instrument zum Zeitreisen schien mir noch zu unausgereift, es schien mir zu gefährlich, so zu Reisen, nie sicher, ob ich in meinem ursprünglichen Geschlecht ankommen würde an meiner Destination, ob ich auffiel, weil ich in einer prüden Zeit ankam, so nackt war und eventuell sogar getötet würde! Ich vergass die Harfe, versuchte herauszufinden, was genau passiert war. Ich entfernte die Saite, liess sie von meinen Cymeks unter dem elektronenmikroskop untersuchen und die fanden heraus, dass sich meine DNA in den Mitochondrien der Zellen des Schweinehaares befanden! Ich musste daraus schliessen, dass meine DNA in‘s Schweinehaar gekommen war, als ich sie gezupft hatte und erinnerte mich nun nachträglich, dass ich meinen Finger an einem Stein aufgeschürft hatte und ein bisschen Blut daran gewesen war, als ich die Saite zupfte! Aber wie war es möglich, dass diese DNA offensichtlich in andere Zeitebenen befördert wurde, das ist eine Frage, die ich lange nicht beantworten konnte. Aber den Umstand, dass man, indem man die DNA eines Menschen kopiert und diesen Menschen schliesslich auferstehen lässt an einem anderen Ort, quasi zur gleichen Zeit, wo die DNA kopiert wird, habe ich sofort angewendet, ich erfand den Transponder, mit dem die Raumfahrt so schnell abläuft. Bis anhin war eine Reise von einem Planeten zum anderen zu Lichtgeschwindigkeit von sich gegangen, manchmal brauchte man Jahre, um von einem Planeten zum anderen zu gelangen, musste sich einfrieren lassen damit man noch im gleichen Alter am anderen Ort ankam und jetzt musste man nur unter einen Bogen stehen oder in eine Kabine stehen und man erschien zur gleichen Zeit am Ziel, nackt allerdings, doch die Kleider konnte man sich am Zielort bei der Transponderstation beziehen ! Doch das ist was anderes. Die äolische Harfe liess ich wie gesagt beiseite und arbeitete an diesem neuen Transportationsmittel. Doch dann fand ich diese Harfe plötzlich wieder und nach einer langen Tüftelei, so ich mich auf meine Erkenntnisse bei der Herstellung des Transponders stützen konnte, habe ich es fertiggebracht, ein Bedienungsmittel in die Harfe einzubaue, wo man auf einer örtlichen und zeitlichen Achse eingeben kann, wohin und in welche Zeit man sich transportieren lassen will, bei uns wird dies als Äolieren bezeichnet. Ich habe mich dann auf den Planet Erde transponiert, in die Zeit des aufhörenden 19. Jahrhundert, das kleine Ding aber, das ich ausgearbeitet hatte, um zurück in meine ursprüngliche Umgebung und Zeit zu kommen, wenn etwas schief lief, fiel aber dann plötzlich ins Ablaufsystem und ich bin in dieser schlimmen Zeit stecken geblieben, bin aber dabei Luc de Valparaissis begegnet und der hatte viel Geld und hat es mir ermöglicht, die Harfe auf der Erde zu rekonstruieren und nach vielen Erlebnissen zurück auf meinen Heimatplaneten zu kommen.“ Er hält plötzlich eine Münze in der Hand und sagt mir, dies sei die sogenannte „Notfallmünze“, er habe die Konstruktion die er für diese Notfallaktion erfunden habe in diese Münze eingebaut, die ihm der Luc de Valparaissis von seiner Reise auf die Erde, wo er den Giton im Keller des Puffs in Rom getroffen habe, zurückgebracht. Er finde diese Münze wunderbar, denn bis anhin habe niemand gewusst, dass kurz nach dem Selbstmord des Kaisers Nero sein Halbbruder Gajus Britannicus unter dem Kaisernamen, Giton-Britannicus, Giton als Hinweis darauf, dass er versklavt worden sei, Britannicus aber, weil dies der Name war, den er auf Weisung seines Vaters Claudius tragen durfte! Dann fährt er weiter: „Doch dann ist mir plötzlich ein altes Schulheft aus meiner Zeit wo ich noch Mathematik studierte auf einem Nachbarplaneten in die Hände gekommen. Wie ich in diesem Heft blätterte, fiel ich auf eine Seite, wo ich aufgeschrieben hatte, dass man, wenn man eine gewisse Formel anwendet, ein Objekt gleichzeitig in verschiedenen Lokalitäten erscheinen lassen kann. Dass muss ich in irgend einer Physik Lektion entweder von einem meiner Professoren und vielleicht selbst herausgefunden habe und es entspricht eigentlich dem Gebiet Quantum Physik. Doch weiter verfolgt habe ich dies seinerzeit nicht, ich habe mein Studium aufgegeben und dann, weil ich in die Fussstapfen meiner Eltern treten wollte, Biologie studiert und habe die von meinen Eltern entwickelte Theorie des DNA-Stammbaums weiter verfolgt, habe mich aber gleichzeitig immer mehr in die Politik hineingearbeitet und habe deshalb meine politische Laufbahn begonnen die ja damit endete, dass ich vom damaligen planetarischen Rat die die losen interplanetarischen Zusammenarbeitsverträge in eine feste Verfassung des heute noch existierenden planetarischen Union schmiedete zum Extarch der Galaktischen Union erwählt wurde.“ Dann überlegt er es sich plötzlich, realisiert, dass er zu weit ausufert und fährt dann weiter: „Diese Formel hat mich dannzumal stark intrigiert, ich habe sie weiterverfolgen und ausprobieren lassen von den Robotern, die ich damals in den Kellergeschossen meiner Villa beschäftigte und die ich zur Aufstellung des DNA Stammbaums gebraucht hatte. Heute sind diese Cymeks längst entsorgt, ich lebe allein mit einer Gefährtin, auch ein Roboter, in der Villa, beschränke mich auf einen Gärtner für meine Gärten, einen Butler, verschiedene Hausangestellte und eine Köchin. Ich bin ja auch wenn es nicht so aussieht, einige Jahrhunderte, ja jahrtausende alt, bin geboren in der Raumfähre mit der meine Eltern anfangs zweites Jahrtausend die im Atomkrieg verwickelte Erde verliessen und langweile mich grauenhaft! Na ja, das waren noch Zeiten, als ich mit der von mir entwickelten Zeitfahrpraxis runterging ins fünfte Jahrhundert und mich im trojanischen Krieg der ja vom griechischen Barden Homer so blumig beschrieben wird, in Götter- und Göttinnenform engagierte. Oder als ich dir in der Form des chinesischen Admirals Zheng He mit der ganzen chinesischen Flotte an der Westküste Perus begegnete, wohl gesagt fast ein Jahrhundert später als dieser Admiral den Indianer Südamerikas im Namen des chinesischen Kaisers Geschenke brachte und sie informierten, sie seien nun Vasallen des grossen Kaisers Zhu Di!“ Sagt er, der mit mir in Form eines Jünglings von vielleicht nicht ganz zwanzig Jahren redet! Natürlich mag ich mich nicht daran erinnern, je in Südamerika gewesen zu sein, geschweige denn ihm dort begegnet zu sein und dies ist ja erst nachdem ich aus diesem Albtraum, in dem ich mich befinde, passiert, doch ich bin natürlich intrigiert. „Wieso hast du mich denn jetzt aufgesucht,“ frage ich ihn deshalb und aus Höflichkeit füge ich nicht an, dass ich diesen Besuch, den ich lieber als Heimsuchung betiteln möchte, überhaupt nicht schätze? Er lacht als hätte er das erraten, was ich vorhin dachte, und antwortet: „Nun ja, lieber Ali, ich gebe ja zu dass du mich zu diesem „Besuch“ wie du es nennst, oder „Heimsuchung“ wie du es lieber titulieren würdest, überhaupt nicht gebeten hast. War ja alles nur eine Furzidee von mir! Wie du es jetzt weisst, hatte ich nach einigen Jahrzehnten oder eher Jahrhunderten fertig gebracht, mich unter Anwendung der besagten mathetmatischen Quantumtheorieformel und der besagten äolischen Harfe in andere Zeitebenen und andere Körper zu katapultieren und immer mich wieder mit meinem Umkreis in dieser Zeitebene lokal zu bewegen und mich sogar mit meinem Umkreis in andere Zeitebenen zu katapultieren. So etwa wie es früher nur die Götter des Olymps fertigbrachten. Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich mich ja in den Körper des Ramon Gandarian geäolt ins 20. Jahrhundert und kurz darauf hin in die Zeit des Tiberius und Nero und bewegte mich in den Körpern des Marius und des Pierre immer zwischen 20. Jahrhundert und der Römerzeit, lag aber gleichzeitig im Spital in Aigle und hier auf dieser Terrasse auf dem Planeten G741. Dies machte ich, weil ich aus meinem DNA-Stammbaum folgerte, dass Ramon und Marius mit mir verwandt sind und weil ich Interesse hatte, diese näher kennen zu lernen. Auch du bist, als Giovanni, einer meiner Vorgänger und deshalb habe ich dich, wie du es meinst, heimgesucht! Aber wie das so kommen musste, begann ich, mich mit dir zu indentifizieren, mehr noch, eigentlich begann ich mich in dich, den ich wegen deines Mutes immer mehr bewundere, zu verlieben und habe dich deshalb jetzt, wo du ja quasi bewusstlos an dem Flecken im Innenhof des Emirs von Tunis liegst, wo dich der Hund des Emirs vergewaltigte, zu mir hinauf, auf die Terrasse meiner Villa auf dem Planeten G741 geholt, um dich darüber aufzuklären, was mit dir geschehen ist, um dich natürlich auch physisch zu lieben, gebe zu, und dich darüber aufzuklären, was für eine glorreiche Zukunft die Menschheit und unsere Familie die dazu gehört, noch vor dir haben! Ich will dir aber die Möglichkeit bieten, auch unser Galaktisches Imperium wie es jetzt im 32. Jahrhundert existiert, kennen zu lernen! Und deshalb werden wir bald in eine der von mir und meiner Cybeks entwickelten Kabinen zu gehen und diese Reise anzutreten.“ Und jetzt, wie ich hinauf und um mich her blicke, steht tatsächlich eine rote Kabine, eben eine jener Kabinen, die, wie es mir Jehan jetzt erklärt, die im zwanzigsten Jahrhundert in fast jeder Strasse im englischen London standen und Jehan steht auf, öffnet die Türe und geht hinein, winkt mir, ich solle ihm folgen. Ich nehme allen meinen Mut zusammen, rufe mir wieder in Erinnerung, dass ich gemäss Jehan ja mutig sein soll, und folge ihm, mit zögernd, in die Kabine. Wie wir drin sind, drückt er mich wieder an sich und wieder wächst meine Erregung, schliesst dann die Türe, und drückt auf einem Kontrollschild auf einen Knopf. Er flüstert mir ins Ohr, ich solle keine Angst haben, es werde nichts passieren und es sei auch nicht schlimm, dass wir die Reise nackt antreten. Reise nennt er das, doch es ist nur ein Augenblick, ich habe kaum die Möglichkeit einmal zu atmen und mich, der ich plötzlich am Boden knie, an meinen nackten Versucher zu schmiegen und schon sind wir an einem anderen Ort, nackt wie wir abgereist sind dafür aber plötzlich nebeneinander stehend, zwischen zwei riesigen sich über uns stülpenden stählernen Armen. Jehan packt mich und zerrt mich in ein Haus wo das Licht brennt, öffnet ein Kästchen, dass dort in die Wand eingebaut ist und steckt mir eine Pille in den Mund, mich auffordernd, diese sofort zu schlucken, die ganze Atmosphäre hier sei vergiftet, hoch radioaktionär und deshalb müsse ich sofort diese Pille schlucken, bevor meine Gene verändert würden. Wir seien auf der Erde, sagt er, in Tunesien, genau dort, wo ich vorher gelegen sei, nachdem mich der Hund vergewaltigt habe und hier lebe überhaupt niemand mehr. Ich schaue um mich, nichts um mich herum erinnert mich an den Hof des Emirs, ich sehe aber noch die Konstruktion, in der wir vorhin erschienen sind und unter einer hohen Brücke viele Holzhütten und die sind alle hell erleuchtet. Bevor ich ihn fragen kann, wieso überall in den Fenstern Lichter seien obwohl wie er sagte niemand mehr hier lebe, sagt er mir, die Lichter würden einfach brennen weil sie niemand ausgeschaltet habe weil diese radioaktiven Gammastrahlen ganz plötzlich alles Lebendige getötet hätten und weil die Atomkraftwerke immer noch genügend Strom produzieren. Ich verstehe natürlich nichts, was sind radioaktive Gammastrahlen, was sind Atomkraftwerke, was sind Gene? Doch er gibt sich nicht die Mühe, mir das zu erklären, er hat aus einem Schrank Unterwäsche, Hemden, Hosen und zwei schwere Anzüge geholt und sagt mir, ich solle in einen solchen schlüpfen, sehr schnell, bevor die Wirksamkeit der Pille aufhöre! Anschliessend würden wir in diesen schweren Anzügen die Umgebung weiter erforschen können und ich könne dann sagen, ob irgend ein Gebäude schon gestanden sei, als ich hier war. Kaum habe ich mich angezogen und stehe normal gekleidet vor ihm, hält er mir den schweren Anzug hin, schwer muss er sein, wie er unter seinem Gewicht stöhnt, bedeutet er mir sofort in diesen hineinzusteigen, schliesst ihn und stülpt mir den schweren Helm über den Kopf. Das hat er sehr schnell gemacht, denn im Nu steht auch er in einem solchen Anzug vor mir und ich höre seine Stimme im Helm wie sie sagt, ich solle ihm zuwinken, falls ich etwas hören sollte. Ich winke natürlich und er scheint zufrieden, öffnet irgend eine Klappe in meinem Anzug und stopft einen Beutel dort hinein. Nachdem er die Klappe geschlossen hat, sagt er mir, das seien Nahrungsmittelprovisionen, die er mir da in die Tasche gesteckt habe. Er sagt mir, vor meinem Mund befinde sich ein Schlauch und der ist wirklich dort, habe ich schon immer gespürt an meinen Lippen, wenn ich während unserer Wanderung Hunger oder Durst verpüren sollte. Die Flüssigkeit, die im Beutel sei den er mir zugesteckt habe, enthalte alle wichtigen Nährstoffe um in einer unwirtlichen Gegend zu überleben. Wir sind stundenlange in dieser Einöde herumgelaufen und sind wirklich keinem lebendigen Wesen begegnet ausser vielleicht, wie wir in eine Ebene hinabliefen, wo unter fantastischen Kuppeln ein blaues Licht leuchtete, musste ich plötzlich zurückweichen, denn mir schien dass ein säbelschwingender Araber, (könnte es der genetisch veränderte Mehmet gewesen sein?) sich vom Balkon eines Minaretts hinab auf uns stürzte! Doch im nächsten Moment war diese Erscheinung verschwunden und es war wahrscheinlich ein Albtraum! Unten angelangt, merkte ich, dass der von einem blauen Dunst umgebene Brunnen ein Loch war, aus dem blaues Licht strömte und ich konnte nicht mehr weiter, sass ab, steckte den Schlauch der aus dem Rucksack den ich tragen musste und der wie es mir Jehan erklärte, Sauerstoff enthielt, zwischen meine Lippen, um mir neue Kraft zu erschaffen. Wie ich aber saugte am Röhrchen, stellte ich mir vor, das Jehan nackt neben mir stand und dass ich am Glied Jehans schleckte und dabei wurden meine Lenden und mein Glied heiss und ich merkte dass ich mittlerweile in Jehan ebensosehr verliebt war wie ich im Hof in meinem Herrn, dem Emir, verliebt war. Ich bekam Angst, denn jetzt war es offenbar mit mir geschehen und ich hatte mich mit Leib und Seele in einen Magier verliebt. Ich teilte Jehan mit, dass ich nur weg wolle von hier. Aus Jehan aber war mittlerweile eine Broncestatue gewachsen, der Jüngling, merkte ich, den ich bereits gesehen hatte im Hof, wie ich mich nackt kniend an den Schoss des Emirs lehnte während er sich die Hintersohle seines emporgehaltenen linken Beines peitschen liess! Es sei ein Bronzestatue in Tivoli bei Rom, hörte ich nun mit der verinnerlichten Stimme Jehans, ein Jüngling den der Kaiser Hadrian geliebt habe und der zurückschrecke vor einer Schildkröte die zwischen seine Beine kroch. Jehan fragte mich nun, gleichzeitig vor Wonne seufzend,, wieso ich hier wegwolle, die Reise ins Universum habe doch erst angefangen und es sei so schön wie ich ihn liebe! Er meinte, er habe mich in der kurzen Zeit, seitdem er mir begegnet sei, so zu lieben begonnen, wie er noch nie jemanden geliebt hatte und er bitte mir, bei ihm zu bleiben! Hier im Universum im 32. Jahrhundert nach Christus, meint er, werde ich wieder ein freier Mann sein und auch die Torturen denen mich der Emir unterstelle, werde er nicht aufhören. Und er habe mitbekommen, dass der Emir vorhabe, mich zu kreuzigen, weil ich schuldig sei am Tode seines Onkels, was, wie er es gut wisse, nicht der Fall gewesen sei. Erstens sei dies ein Krieg gewesen, bei dem ich mitgekämpft habe und im Krieg würden sich die Menschen zwangsweise gegenseitig töten, das sei kein Mord, aber er wisse, dass ich auf dem Schlachtfeld, auf dem sein Onkel starb, gar nicht anwesend war! Ich sei ein mutiger Krieger und hätte grosses geleistet für Spanien, sagt er dann, und das bewiesen die Medaille und der Titel des Marquez den mir die Isabella verliehen habe. Was er nicht sagt, ist, dass er selbst es dem Emir eingeflüstert hat, er solle mich kreuzigen weil ich am Tod seines Onkels schuldig sei! Und er liebe mich und werde mich sicher nicht zwingen, immer mit ihm zu bleiben, sollte sich herausstellen, dass ich ihn nicht liebe. Zuerst, wie ich das hörte, dass ich wieder ein freier Mensch würde, überlegte ich es mir, ob ich bleiben solle. Doch mir war kalt, dieses sterile Leben auf den Planeten behagte mir nicht und alles diese Technik um mich herum die mich abhängig machte, diese Transponder, diese Wurmlöcher, diese quantenphysikalisch möglich gemachten Techniken die ich kaum verstehen konnte machten mir Mühe. Pflanzen, Tiere sah man hier selten und wusste auch nicht, ob die wirklich Lebewesen waren oder eventuell vom Menschen geschaffene Cymeks, alles in allem Objekte, die mir nicht ganz geheuer waren. Der Mensch war selbst zum Schöpfer geworden und das behagte mir nicht, denn es machte ihn zu einem möglichen Verbrecher! Ich wollte einfach weg von dieser menschenlehren düsteren Atmosphäre wieder zurück in eine Umgebung wo‘s Sonne hat und wo man leben kann. Und sowieso, mir nur einzubilden, wie ich Jehan‘s Glied schleckte während das hier in den schweren Anzügen, die wir trugen, unmöglich war, war mir plötzlich erstes Ziel. Und ich hatte mich in meinen Herrn verliebt, eben, weil er mir Schmerzen bereitete, argumentierte ich, und ich wollte zum Emir zurück, auch wenn ich dort ein Sklave sein würde. Ich wolle einfach weg von hier und zurück sein auf der Erde in Tunesien das so bewohnbar gewesen sei und wo ich ohne Raumanzüge umherlaufen konnte. Dies sagte ich, wie mir schien, indem ich nackt auf dem Boden lag, meine Knie über meinem Körper zusammenziehend vor Kälte und Angst und während Jehan nackt vor mir stand. Und wie ich dies Bild vor mir sah, war mir klar, dass dies in dieser Umgebung nicht möglich sein könnte, ich und Jehan nackt in einer luftlosen Atmosphäre, und dass dies schon wieder eine vom Magier Jehan geschaffene Fata-Morgana war, die ich nun erlebte. Mein Glied war erregt und der Saft bildete sich wieder auf meiner Eichel nur beim Betrachten von Jehans herrlichem Glied das ich so gerne schlecken wollte! Nun ja, meinte Jehan endlich, ich kann dich hier nicht festhalten, aber du gefällst mir aber so sehr, dass ich dich sicher wieder hinaufholen werde in meine Zeit und meine Umgebung. Jetzt aber, meinte er, sei eine Liebe zwischen uns sowieso unmöglich geworden weil ich so sehr gestresst sei ob der Welt die die Erde jetzt im 32. Jahrhundert geworden sei! Er hat mir dann eine Münze in die Hand gegeben und wie ich die umfasste, war ich plötzlich nicht mehr in diesem Albtraum, sondern kniete nackt auf dem Boden im Hofe des Emirs in Tunis, immer noch zitternd und erregt, die Peitsche ausgebreitet auf meinen offenen Schenkeln liegend. Nur schnell ging‘s mir durch den Kopf: „Wieso hatte ich dem lieben Jehan, den ich ja nun liebte, nicht das Glied geschleckt wie ich ja so Lust hatte darauf. Schade jetzt war alles vorbei, meine wahrscheinlich erste echte Männerliebe im Leben!“

 

Zurück zur Homepage

 

 

 

 

 

 

 

 

  #^$-+++]t\g`^]`mi`m